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Gewerbeverein packt an

Gewerbevereinsmitglieder packen an in Netzschkau

 

Netzschkau. 2006 hatte der Netzschkauer Konrad Hantsch vorgeschlagen, die kaputte Fußgängertreppe zur Hohen Straße wegzureißen und stattdessen eine neue Weg-Variante zu suchen. Jetzt steht am Hang eine schicke neue Treppe, um den Anwohnern einen weiten Umweg zu ersparen. In diesen Tagen werden noch die letzten Anpassungsarbeiten erledigt. Die Treppe wurde neu gestrichen, ein Fundament gegossen, dann wurde das Gestell in die Böschung gesetzt. Mitglieder des Gewerbevereins ergriffen die Gelegenheit beim Schopf, als diese Metalltreppe in der Nürnberger Innenstadt nicht mehr benötigt wurde.

 

 

Konrad Hantsch hat noch ein Schreiben des früheren Bürgermeisters aus dem Jahr 2006. Damals hatten zwei Baubetriebe Lösungsvorschläge erarbeitet. „Da die Angebote für die Ausführung sich bei zirka 20.000 Euro und mehr bewegen, konnte aus finanztechnischen Gründen noch nicht an eine Realisierung gedacht werden“, hieß es in dem Schreiben. „Der Kostenvoranschlag hat sich wahrscheinlich verringert oder man musste wirklich acht Jahre sparen, um den Mangel abzustellen“, mutmaßt Hantsch und dankt in einem Schreiben dem Bürgermeister und dem Stadtrat. „Die Benutzer werden es zu schätzen wissen, endlich eine wesentlich bessere Begehbarkeit vor sich zu haben“, so Hantsch. Doch der Stadtrat hat mit dem aktuellen Projekt nichts zu tun.

„Wir haben die Treppe günstig bekommen und wollten den Missstand endlich beseitigen. Jahrelang wurde nur darüber geredet“, sagte Bürgermeister Mike Purfürst, der mit seinem Gewerbeverein für die Kosten und die notwendigen Arbeiten sorgt. Die Stufen sind aus stabilen Metallgittern und normgerecht, die Treppe etwa doppelt so breit wie die alte, so Purfürst. Damit gebe es eine wesentliche Verbesserung gegenüber den eingebrochenen Steinstufen, die zumindest von einigen Anwohnern bis jetzt genutzt wurden. Für Gehbehinderte oder Kinderwagen ist die Treppe nicht geeignet. Das war auch die vorhergehende nicht. Einer, der sich über die neue Treppe freut, ist Rahul Sharma. Er wohnt mit seiner Familie in einem der Häuser an der Hohen Straße. Während der Bauarbeiten versorgte er die Helfer mit Kaffee oder Eis und gab auch hier und da Hilfestellung beim Aufstellen der Absperrungen oder anderen Handgriffen.

Auch an anderen Stellen kümmerte sich der Gewerbeverein um Verbesserungen. So wurde in der kleinen Unterführung des Bahnhofes ein neuer Handlauf angebracht. Hier soll es noch weitere Verbesserungen geben. „Es sind schon Leute gestürzt, weil sie sich nicht richtig festhalten konnten“, nannte Detlef Purfürst als Grund für die Arbeiten. Er hat außerdem Bänke und Blumenkübel an verschiedenen Stellen der Stadt aufgestellt und will selbst die Blumen und eine Grünanlage pflegen. Auch in Foschenroda haben Bürger zur Selbsthilfe gegriffen und an der Bushaltestelle eine Bank aufgestellt und Ordnung gemacht. „Man darf nicht nur reden, sondern muss anpacken“, meint der Bürgermeister, der selbst die Ärmel mit hochgekrempelt hat.